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Antworten zur Kandidatur, zum Programm und zum Bürgervotum. Du vermisst eine Frage? Schreib mir.
Über mich
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Wer bist du? +
Ich bin Sabrina Wendt, parteilose Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin von Papenburg. Geboren in Papenburg, aufgewachsen in Dörpen, heute zuhause im Obenende. Mutter von zwei Kindern, am liebsten draußen mit Pferd Monti und Hündin Nala. Meine Haltung passt auf drei Worte: zuhören, anpacken, umsetzen.
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Warum willst du Bürgermeisterin von Papenburg werden? +
Weil ich gefragt worden bin, von Menschen aus der Politik, aus der Wirtschaft und aus dem Rathaus. Darüber habe ich lange nachgedacht. Am Ende war es einfach: Ich kenne diese Stadt aus dem Rathaus und aus der Wirtschaft, ich weiß, wo es klemmt, und ich weiß auch, wie man es löst. Papenburg wurde im Moor gebaut, aus dem Nichts. Wir machen möglich, was anderswo als unmöglich gilt. Diese DNA ist uns abhandengekommen, und die hole ich zurück.
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Welche drei Eigenschaften qualifizieren dich besonders? +
Zuhören, anpacken, umsetzen. Zuhören heißt, ich entscheide nicht über Köpfe hinweg. Anpacken heißt, ich räume Hindernisse weg, statt sie zu verwalten. Umsetzen heißt, lieber zwei Versprechen, die stehen, als zehn, die zerplatzen. Dazu kommen über 25 Jahre Berufserfahrung in Wirtschaft und Verwaltung, davon über 15 Jahre in Führung, und ein Netzwerk, das regional und überregional trägt.
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Welche berufliche Erfahrung bringst du mit? +
Über 25 Jahre Berufserfahrung, davon über 15 Jahre in Führung. Acht Jahre war ich Wirtschaftsförderin der Stadt Papenburg, seit zwei Jahren führe ich den Wirtschaftsverband Emsland, davor 15 Jahre in der Privatwirtschaft, unter anderem im Einkauf großer Industriebetriebe. Meine Basis: eine kaufmännische Ausbildung, ein berufsbegleitendes Studium zur Diplom-Kauffrau (FH) und mehrere Weiterbildungen, darunter Industriefachwirtin und Business Coach (IHK).
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Wo liegen deine größten Schwächen? +
Meine größte Schwäche ist wahrscheinlich meine Ungeduld. Sobald ein Projekt steht, habe ich schon das nächste im Kopf. Damit habe ich früher mich selbst unter Druck gesetzt, und vermutlich nicht nur mich. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass gute Entscheidungen nicht immer die schnellsten sind. Heute nutze ich die Ungeduld als Antrieb, ohne die Menschen auf dem Weg zu verlieren. Genau darin liegt auch meine Stärke: Ich bleibe nicht stehen.
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Welche berufliche Entscheidung würdest du heute anders treffen? +
Es ist keine einzelne Station, es ist ein Muster: Verantwortung würde ich heute früher abgeben. Weil ich Dinge schnell voranbringen will, habe ich früher oft gedacht, das mache ich jetzt eben selbst. Führung heißt aber nicht, alles selbst zu machen. Führung heißt, Menschen Verantwortung zu geben und ihnen den eigenen Weg zuzutrauen. Wichtig ist mir dabei nur, dass wir transparent damit umgehen und dass es Feedback gibt.
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Warum kandidierst du parteilos? +
Weil eine Bürgermeisterin für alle da sein muss, nicht nur für eine Partei. Die Aufgaben für Papenburg sind selten parteipolitisch: Bauplätze, schnelle Verfahren, Wirtschaftsförderung, das sind Aufgaben, keine Ideologien. Ich habe den Rückhalt von CDU, FDP und der Wirtschaft und bleibe offen für jeden, der mitmacht. In meinen Entscheidungen bleibe ich unabhängig.
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Was hast du als Wirtschaftsförderin erreicht? +
Von 2016 bis 2024 habe ich als Wirtschaftsförderin der Stadt Papenburg den Value Port mit 81 Hektar mit aufgebaut und die Wirtschaftsförderungsstrategie 2018 und 2022 verantwortet. In der Corona-Zeit entstand der digitale Marktplatz Papenburg mit Click and Collect für die Unternehmen der Stadt, dafür gab es die Auszeichnung Digitale Orte Niedersachsen. Dazu saß ich im Aufsichtsrat der Seaports of Niedersachsen. Den Standort kenne ich von innen.
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Warum solltest gerade du Bürgermeisterin werden und nicht einer deiner Mitbewerber? +
Über die anderen sage ich nichts, das steht mir nicht zu, und du kannst das selbst beurteilen. Für mich spricht eine Kombination, die selten ist: Das Rathaus kenne ich von innen, acht Jahre als Wirtschaftsförderin, und die Wirtschaft kenne ich von der anderen Seite, heute als Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes Emsland. Dazu kommt: Ich habe nicht angekündigt, dass ich zuhören will, sondern ein laufendes Verfahren, in dem jeder mitreden kann.
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Welche Entscheidung deiner Mitbewerber findest du gut? +
Die Arbeit von Dietmar Nee als Stadtjugendpfleger. Die Pappstadt, der Ferienpass und die Jugendarbeit insgesamt. Von solchen Angeboten habe ich als Kind selbst profitiert. Wir sind in einer Handwerkerfamilie aufgewachsen, und das Geld reichte nicht für Urlaub in jedem Jahr. Über den Ferienpass unserer Gemeinde waren wir trotzdem unterwegs, im Schwimmbad, im Zoo, beim Bäcker. Davon ist heute einiges weniger geworden. Diese Angebote nehme ich wieder ins Portfolio und baue sie aus.
Programm und Versprechen
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Wofür stehst du, was sind deine Schwerpunkte? +
Ich setze auf sechs Felder: Wirtschaft und Zukunftsstandort, Wohnen und lebendige Stadt, Familie und Bildung, Gesundheit und gutes Älterwerden, Ehrenamt und Teilhabe sowie eine moderne, digitale Verwaltung. Den ganzen Plan mit konkreten Maßnahmen findest du unter Schwerpunkte.
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Was sind deine fünf verbindlichen Versprechen? +
250 Bauplätze immer auf Vorrat. Vier neue Unternehmen pro Jahr mit je mindestens zehn Arbeitsplätzen. Ein Digitales Papenburg als kurzer Draht zur Stadt. Ein jährlicher Kostenbericht für ehrliche Finanzen. Und mehr Grün für Klima und Lebensqualität. Dazu zwei feste Zusagen: ein fester Ansprechpartner für jedes Unternehmen und jeden Verein und 50 Unternehmens- und Vereinsbesuche pro Jahr.
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Was änderst du in den ersten 100 Tagen? +
Womit ich anfange, entscheidest du. Im Bürgervotum kann jeder ein Thema einreichen oder für eines abstimmen, und die Themen mit den meisten Stimmen nehme ich mit in die ersten Monate. Ich lege sie bewusst nicht vorher fest, sonst wäre es wieder eine Liste aus dem Hinterzimmer. Parallel starte ich mit dem, was ohnehin nicht warten kann: klare Zuständigkeiten, schnelle Verfahren für Standardfälle und ein fester Ansprechpartner für Unternehmen und Vereine.
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Welches Projekt willst du bis zum Ende deiner Amtszeit abgeschlossen haben? +
Zwei Dinge, und sie hängen zusammen. Das eine habe ich schon einmal gemacht: den Value Port mit 81 Hektar, aus einem brachliegenden Nordhafen entwickelt. Fertig ist er damit nicht, angesiedelt werden muss noch, und genau das will ich zu Ende bringen. Das andere ist das, woran ich am Ende gemessen werden will: dass eine junge Familie in Papenburg einen Bauplatz findet, ohne wegzuziehen. Ohne Betriebe kein Spielraum im Haushalt, ohne Spielraum keine Erschließung. Deshalb nenne ich beides.
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Woran erkenne ich, dass deine Amtszeit erfolgreich war? +
Daran, dass junge Familien einen Bauplatz finden, ohne wegzuziehen. Dass im Stadtgebiet jedes Jahr neue Unternehmen dazugekommen sind, mein Ziel sind mindestens vier pro Jahr. Dass ein Anliegen im Rathaus einen Namen und eine Antwortzeit hat. Und dass Papenburg wieder ernst genommen wird, auch außerhalb der Stadtgrenzen. Nachlesen kannst du es im öffentlichen Bericht: was ich versprochen und was ich geliefert habe. Wenn etwas liegengeblieben ist, steht es auch da.
Wirtschaft und Innenstadt
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Was planst du für die Wirtschaft? +
Wirtschaft ist Chefinnensache, die delegiere ich nicht. Jedes Unternehmen bekommt einen festen Ansprechpartner, von der ersten Anfrage bis zur Genehmigung. Eine Person, ein Telefon, eine Antwort. Dazu 50 Unternehmens- und Vereinsbesuche im Jahr, persönlich, in der Werkshalle. Mein Ziel sind vier neue Ansiedlungen pro Jahr mit je mindestens zehn Arbeitsplätzen. Die Flächen sind da: den Value Port mit 81 Hektar habe ich als Wirtschaftsförderin am Nordhafen initiiert, dazu kommt der Bokeler Bogen.
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Welche Bedeutung hat die Meyer Werft für Papenburg? +
Sie ist das Herz dieser Stadt. Rund 3.300 Menschen arbeiten dort, und an den Zulieferern hängt die halbe Region. Die Werft baut seit über 230 Jahren Schiffe in einer Stadt, die eigentlich zu klein dafür ist, und bringt sie durch eine Ems, die eigentlich zu schmal dafür ist. Das ist Papenburg. Gerade weil die Werft so wichtig ist, gehört ein gesunder Branchenmix dazu. Papenburg muss für beides offen sein, für die Entwicklung des Bestands und für neue Ansiedlungen.
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Wie stärkst du Einzelhandel und Innenstadt? +
Handel lebt von Gründen herzukommen, nicht von Parkplätzen allein. Eine Innenstadt wird stärker, wenn die Aufenthaltsqualität stimmt und es Anlässe gibt. Unsere Einzigartigkeit ist der Kanal, damit sollten wir besser spielen: ein Eis am Wasser, ein Markt, ein kleines Fest, und am Untenende gefüllte Schaufenster statt leerer. Ein Werkzeug gibt es schon, den Papenburg Gutschein, den ich als Wirtschaftsförderin mit aufgebaut habe. Mein Ziel ist ein sichtbares Projekt pro Jahr, lieber ein Ergebnis, das jeder sieht, als zwanzig Maßnahmen, die niemand bemerkt.
Wohnen und Bauplätze
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Was planst du für Wohnen und Bauplätze? +
250 baureife und vermarktungsfähige Bauplätze immer auf Vorrat, verteilt über alle Ortsteile, damit es überall echte Alternativen gibt. Damit nie wieder jemand hört, in Papenburg sei gerade nichts frei. Dazu gehört Mischung statt Monokultur: Bauplätze für junge Familien, barrierearme Wohnungen im Quartier für Ältere, kleinere Mieteinheiten für Berufseinsteiger und Nachverdichtung statt immer nur Außenentwicklung. Jedes Jahr bringe ich außerdem eine brachliegende Fläche vom Stillstand in Nutzung.
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Wie hältst du junge Familien in Papenburg? +
Indem ich Bauland und Betreuung zusammen plane, nicht nacheinander. Der Kita-Platz muss um die Ecke sein, nicht am anderen Ende der Stadt. Wo es wirklich hakt, sind die Randzeiten. Wer um sechs in der Werft anfängt oder Spätschicht hat, findet schwer einen Platz. Halten allein reicht aber nicht. Wer zum Studieren oder für die Ausbildung weggeht, soll zurückkommen können. Mein Mann und ich sind nach fünf Jahren Österreich bewusst zurückgekommen, und diese Möglichkeit will ich allen geben.
Familie, Kinder und Jugend
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Was planst du für Familie, Kinder und Bildung? +
Als Mutter von zwei Kindern weiß ich, wie Alltag wirklich läuft. Verlässliche, wohnortnahe Betreuung gehört dazu, und den Ganztags-Anspruch ab 2026/27 setze ich mit Zeiten um, die zur Schichtarbeit passen. Schule und Betrieb verzahne ich enger, mit Praktika und Ausbildung vor Ort, und die Ausbildung am Campus Papenburg baue ich aus.
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Was verbesserst du für Kinder und Jugendliche? +
Drei Dinge: mitreden können, Orte zum Treffen, und die Aussicht, hier zu bleiben oder zurückzukommen. Das Mitreden fängt nicht mit einem Gremium an, sondern damit, dass ich frage. Beim Bürgervotum kann jeder ab dem ersten Tag mitmachen, und gewählt wird in Niedersachsen ab 16. Dazu will ich ein Jugendparlament, das wirklich arbeitet, mit eigenem Budget. Erfinden muss ich das nicht: Die Geschäftsordnung des Jugendvorstandes von 2013 steht bis heute im Papenburger Ortsrecht, sie wird nur nicht gelebt.
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Welche Angebote fehlen in Papenburg? +
Für Jugendliche wird viel zu wenig angeboten. Zwei Jugendliche habe ich selbst zuhause, und ich wünsche ihnen einen dritten Ort. Einen Ort, den sie nutzen können, ohne dafür zu bezahlen. Einen Ort, an dem sie einfach sein können, ohne Programm und ohne dass jemand etwas verkauft. Mein Ansatz ist, das zu stärken, was Jugendliche sich schon selbst geschaffen haben, statt ihnen etwas hinzustellen, das wir uns ausgedacht haben.
Gesundheit und Älterwerden
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Was planst du für Gesundheit und gutes Älterwerden? +
Eine Bürgermeisterin betreibt keine Praxis, aber sie macht es möglich. Nach der Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Papenburg 16 Hausarztsitze unbesetzt, bei rund 37.000 Einwohnern. Neuen Praxen und Versorgungszentren ebne ich den Weg, ich werbe aktiv um Ärzte und Pflegekräfte und stärke die Pflege vor Ort. Für Ältere zählen vor allem die Wege: sicher, auch mit Rollator, dazu barrierefreie Nahversorgung und Treffpunkte im Wohnumfeld, damit niemand vereinsamt.
Ehrenamt, Vereine und Freizeit
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Was planst du für Ehrenamt und Teilhabe? +
Das Ehrenamt ist das Herz von Papenburg und neben der Wirtschaft die zweite Säule dieser Stadt. Wer sich einsetzt, soll Rückenwind spüren, nicht Formulare. Was Vereine brauchen, ist Verlässlichkeit: Zusagen über mehrere Jahre, weniger Bürokratie, ein Ansprechpartner statt vier Abteilungen. Dazu Unterstützung bei Räumen, Organisation und Qualifizierung, und eine Anerkennungskultur, die man auch sieht. Teilhabe heißt barrierefreie Wege, Eingänge und Plätze. Und jedes Kind in Papenburg soll schwimmen lernen. Ich bin selbst vor Ort, nicht nur beim Festakt, sondern beim Aufbauen und beim Aufräumen.
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Welche Bedeutung hat das Papenburger Freibad für dich? +
Eine große, und nicht nur als Freizeitangebot. Ein Bad ist der Ort, an dem Kinder schwimmen lernen, und das ist für mich keine Kür. Jedes Kind in Papenburg soll schwimmen können. Dazu kommt, was ein Bad im Sommer für eine Stadt bedeutet, in der nicht jede Familie wegfahren kann.
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Setzt du dich für den Erhalt des Freibades ein? +
Ja, und ich sage dazu ehrlich, wie die Lage ist. Einen Schließungsbeschluss gibt es nicht, das ist die gute Nachricht. Es gibt aber auch kein beschlossenes Bäderkonzept und keine beschlossene Gesamtsanierung. Der Sanierungsstau am Hallenbad steht seit einer Machbarkeitsstudie von 2017 auf dem Papier, seitdem wurde einzeln repariert und im Ganzen nichts entschieden. Dafür setze ich mich ein: ein Bäderkonzept mit Zahlen, Zeitplan und Kosten, das der Rat beschließt und nicht nur zur Kenntnis nimmt.
Sicherheit und Verkehr
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Fühlst du dich dafür verantwortlich, dass Menschen sich sicher fühlen? +
Ja. Eine Bürgermeisterin ist keine Polizeibehörde, aber sie ist für vieles zuständig, was darüber entscheidet, ob man sich abends wohlfühlt: Beleuchtung, Wege, Plätze, der Zustand von Unterführungen. Das ist Alltagssicherheit, und die ist kommunal.
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Welche Maßnahmen willst du dafür umsetzen? +
Zuerst die Wege, auf denen Kinder zur Schule fahren, und die Stellen, an denen Ältere sich nicht mehr trauen. Beides sind konkrete Orte, keine Programme. Beleuchtung dort, wo es dunkel und unübersichtlich ist. Wege, die auch mit Rollator oder Kinderwagen funktionieren. Plätze, die nicht verwahrlosen. Alles auf einmal geht nicht, deshalb ein klarer Prioritätenplan mit Zeit- und Kostenrahmen, im Rat mindestens vierteljährlich nachgehalten. Und wenn mir jemand eine solche Stelle nennt, will ich sie sehen, nicht nur darüber lesen.
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Welche Verkehrsprobleme löst du zuerst? +
Das entscheide ich nicht allein. Im Bürgervotum stehen die Themen, die den Leuten wirklich unter den Nägeln brennen, beim Verkehr sind das die Radwege, die Friesenstraße, die Brücken und sichere Schulwege. Was mich am meisten ärgert: Für den Radverkehr liegt seit Jahren ein fertiges Konzept mit Mängel- und Maßnahmenkatalog vor, und es ist bis heute nur zur Kenntnis genommen worden. Ein Konzept im Regal hilft keinem, der morgens mit dem Rad zur Schule fährt. Bis zum 31. März 2027 lege ich eine verbindliche Radwege-Roadmap vor, mit Trassen, Zeitachse und Kostenrahmen.
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Wie stehst du zu Fahrrad, Auto und Fußverkehr? +
Ich spiele die nicht gegeneinander aus. Papenburg ist weitläufig, viele sind aufs Auto angewiesen, und das bleibt so. Priorität hat für mich, wo es unsicher ist, und das ist meistens dort, wo Kinder und Ältere unterwegs sind. Ein Radweg mit Wurzelaufbrüchen ist kein Radweg, er ist eine Sturzstelle. Da fange ich an. Und den Schichtbetrieb denke ich mit: Wer um 22 Uhr Feierabend hat, braucht auch dann eine Möglichkeit, nach Hause zu kommen.
Klima und Umwelt
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Welche Klimaschutzmaßnahmen hältst du für sinnvoll? +
Die, die man sieht und die sofort etwas bringen. Vorsorge zuerst dort, wo es uns konkret trifft. Wir haben die Bilder vom Hochwasser über Weihnachten im Kopf und den Augustmarkt, der innerhalb von zwei Stunden unter Wasser stand. Das ist kein abstrakter Klimaschutz, das ist die Familie, deren Keller heute zweimal statt einmal pro Jahrzehnt vollläuft. Dazu mehr Grün und Schatten dort, wo Menschen sich aufhalten, energetische Sanierung der städtischen Gebäude und Photovoltaik auf den eigenen Dächern. Und ein Klimaschutzkonzept mit jährlichem öffentlichem Fortschrittsbericht.
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Wo siehst du die Grenzen kommunaler Klimapolitik? +
Eine Stadt entscheidet nicht über Energiepolitik. Sie entscheidet über Bäume, Dächer, Flächen und darüber, wie sie ihre eigenen Gebäude betreibt. Das ist weniger, als manche hoffen, und mehr, als viele denken. Mein Maßstab ist nicht Ideologie, sondern ob es funktioniert und ob es sich für Papenburg lohnt. Auflagen, die im Verhältnis zu ihrer Wirkung absurd sind, mute ich keiner Familie und keinem Betrieb zu. Industrie und Klima spiele ich nicht gegeneinander aus.
Verwaltung und Digitales
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Was planst du für Verwaltung und Digitalisierung? +
Nicht warum etwas nicht geht, sondern wie es möglich wird. Standardfälle bekommen schnelle Verfahren mit klarer Zuständigkeit und kurzer Antwortzeit. Das Digitale Papenburg ist rund um die Uhr erreichbar. Die Daten bleiben in Europa und gehören der Stadt, betrieben von regionalen Partnern.
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Was läuft in der Papenburger Stadtverwaltung gut? +
Die Menschen, die dort arbeiten. Die haben grundsätzlich Lust, und das kann ich nach acht Jahren im Rathaus bestätigen. Viele machen ihren Job gut und gern, oft unter Bedingungen, die von außen niemand sieht. Zu meiner Zeit hatte das Rathaus ein motiviertes Team, diesen Spirit bringe ich zurück. Papenburg hat eine Verwaltung, die deutlich mehr kann, als man ihr im Moment zutraut. Was fehlt, ist Rückendeckung von oben: weniger „geht nicht, weil", mehr „wie machen wir es möglich".
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Was läuft deiner Meinung nach nicht gut? +
Vorgänge werden vertagt statt entschieden. Und wer etwas will, weiß häufig nicht, wer zuständig ist und wann er eine Antwort bekommt. Ein Beispiel aus einem Unternehmensgespräch: Jemand kauft ein Grundstück und baut einen Betrieb auf, dann beginnt das Warten, erst wochenlang, dann monatelang. Für denselben Sachverhalt und dieselben Gesetze braucht die eine Behörde Stunden, die andere Monate. Das sind Prozess- und Schnittstellenprobleme, und die lassen sich lösen. Das ist kein Vorwurf an einzelne Mitarbeiter, das ist eine Frage von Führung und Prioritäten.
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Wie machst du die Verwaltung bürgerfreundlicher? +
Jedes Anliegen bekommt einen Namen, eine Zuständigkeit und eine Antwortzeit. Mein Maßstab ist eine Antwort innerhalb von 14 Tagen, auch wenn die Antwort lautet: Wir wissen es noch nicht. Standardfälle sollen durchlaufen, statt Schleifen zu drehen. Und das Digitale Papenburg ist rund um die Uhr erreichbar, auch nach der Schicht, weil nicht jeder zwischen neun und zwölf ins Rathaus kann.
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Welche Behördengänge sollen künftig digital möglich sein? +
Der Anspruch ist einfach: Alles, was heute nur ein Formular und einen Stempel braucht, soll auch digital gehen. Und du sollst jederzeit sehen können, wie weit dein Antrag ist, so wie bei einer Paketsendung. Ich baue das in machbaren Stufen, die ersten sichtbar in wenigen Monaten, statt ein Großprojekt anzukündigen, das nach vier Jahren noch nicht läuft. Die Daten bleiben in Europa und gehören der Stadt.
Finanzen
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Wie beurteilst du die finanzielle Lage der Stadt? +
Angespannt, und nicht wegen eines einzelnen Jahres. Ich nenne nur Zahlen, die jeder nachschlagen kann. Bis Ende 2026 liegt der Schuldenstand bei über 50 Millionen Euro, und für die Jahre 2026 bis 2029 weist die Finanzplanung der Stadt rund 39 Millionen Euro Nettoneuverschuldung aus. Was mir mindestens genauso viel Sorge macht, ist der Puffer: Die liquiden Mittel sind von 5,9 Millionen Ende 2024 auf 5,3 Millionen Ende 2025 gefallen. Liquiditätskredite gibt es bislang keine, und das soll auch so bleiben.
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Wo siehst du Einsparpotenzial? +
Nicht beim Ehrenamt und nicht bei der Betreuung, da kommt jeder Euro zurück. Sparen lässt sich bei Verfahrensschritten, die zu lange dauern oder die es doppelt gibt, bei Projekten ohne klare Priorität und bei Folgekosten, die vorher niemand gerechnet hat. Wer Schnittstellenprobleme zwischen den Ämtern beseitigt, spart Zeit und Geld auf einmal. Mein Ansatz ist kein Rasenmäher, sondern eine ehrliche Prioritätenliste, die öffentlich ist. Wer alles gleich wichtig findet, spart überall ein bisschen und erreicht nichts.
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Wo willst du bewusst mehr investieren? +
In das, was hinterher Geld einbringt oder Geld spart. Also in Flächen für Betriebe und in Bauland, weil daraus Arbeitsplätze und Steuereinnahmen werden. In Betreuung, weil Eltern sonst nicht arbeiten können. Und in den Erhalt dessen, was schon da ist, Straßen, Wege, Gebäude. Aufgeschobene Instandhaltung ist die teuerste Form von Sparen.
Transparenz und Zusammenarbeit
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Setzt du dich für transparentere Entscheidungen ein? +
Ja. Mein Maßstab ist einfach: Wer wissen will, wohin das Geld fließt und warum etwas so entschieden wurde, soll es nachlesen können, ohne einen Antrag zu stellen. Deshalb lege ich jedes Jahr einen öffentlichen Prioritäten- und Kostenbericht vor. Und Beteiligung heißt bei mir nicht, hinterher zu erklären, sondern vorher zu fragen.
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Willst du Ratssitzungen zusätzlich per Livestream übertragen? +
Ich bin für Transparenz, und mit einer Liveübertragung habe ich kein Problem. In der Geschäftsordnung des Rates, Fassung vom 18. November 2021, kommen Übertragungen überhaupt nicht vor. Es gibt also kein Verbot, das erst jemand wegräumen müsste, sondern eine Lücke. Entscheiden muss das der Rat, nicht die Bürgermeisterin allein. Ich bringe es ein und werbe dafür. Vorher geklärt sein muss die Zustimmung derer, die dort reden, und das gehört zu einer ehrlichen Antwort dazu.
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Gibt es einen jährlichen Bericht über deine Wahlversprechen? +
Ja, das ist eines meiner fünf Versprechen: ein jährlicher öffentlicher Prioritäten- und Kostenbericht. Darin steht, was gekostet hat, was gekommen ist und was liegengeblieben ist. Vor allem das Liegengebliebene, sonst ist es kein Bericht, sondern Werbung.
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Wie arbeitest du mit Parteien zusammen, die anderer Meinung sind? +
So, wie meine Kandidatur überhaupt entstanden ist. Ich bin parteilos, und das ist keine Pose: Die CDU hat für mich ihren eigenen Kandidatenplatz hergegeben, die FDP hat auf einen eigenen Kandidaten verzichtet. Zwei Parteien, die sich sonst streiten, haben sich auf eine Kandidatin geeinigt, die zu keiner von beiden gehört. Genau so stelle ich mir Zusammenarbeit vor: Man einigt sich auf die Sache. Im Rat rede ich mit jeder Fraktion, die etwas für Papenburg will.
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Wie gehst du mit Kritik um? +
Ich halte sie aus, und ich brauche sie. Wer nur Zustimmung hört, trifft irgendwann schlechte Entscheidungen. Beim Bürgervotum siehst du das gut: Dort kann jeder auch einen Gegenvorschlag einreichen, der gleichberechtigt mitläuft. An der von-Velen-Anlage stehen gerade die Regulierung der Bootsfahrten und ihr Ausbau nebeneinander, beides bleibt stehen. Was ich nicht mag, sind anonyme Angriffe auf Personen. Über die Sache diskutiere ich gern und lange.
Bürgervotum
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Wie funktioniert das Bürgervotum? +
Du schlägst ein Anliegen vor oder stimmst für ein vorhandenes, per Text, Sprache, Foto oder Video, auf Wunsch auch anonym. Ab 50 Stimmen melde ich mich öffentlich dazu, ab 100 Stimmen schaue ich mir die Stelle vor Ort an, ab 250 Stimmen stimmt ganz Papenburg mit ab. Die Regel gilt unabhängig davon, ob mir ein Thema passt. Die Top 5 landen auf der 100-Tage-Agenda, schwarz auf weiß. Start ab 29. Juni 2026, der Status jedes Themas ist jederzeit einsehbar.
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Willst du Bürgergespräche und Sprechstunden ausbauen? +
Ja, und nicht nur im Rathaus. Ich habe zugesagt, 50 Unternehmen und Vereine im Jahr zu besuchen, dauerhaft, nicht nur im Wahlkampf. Nicht für ein Foto, sondern um zu hören, wo es klemmt. Dazu kommt Beteiligung in jedem Ortsteil, weil die Fragen in Herbrum andere sind als am Obenende. Das Bürgervotum ist für mich kein Wahlkampfwerkzeug, sondern die Art, wie ich Prioritäten setzen will.
Wahl und Unterstützung
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Wann ist die Wahl? +
Am 13. September 2026 ist der erste Wahlgang. Erreicht niemand mehr als 50 Prozent, folgt die Stichwahl am 27. September 2026.
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Warum gilt diese Wahl acht Jahre? +
In Niedersachsen dauert die Amtszeit ab 2026 acht Jahre statt fünf, also bis 2034. Wer am 13. September nicht wählt, entscheidet erst 2034 wieder mit. Acht Jahre verwalten statt gestalten kann Papenburg sich nicht leisten, während andere Städte vorbeiziehen.
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Wie kann ich dich unterstützen? +
Am wirkungsvollsten über das Bürgervotum: Sag, was dir wichtig ist, und stimm ab. Dazu der Newsletter, sonntags um 18 Uhr eine kompakte E-Mail. Bald wirst du Botschafter und erzählst im eigenen Umfeld, wofür ich stehe. Du kannst spenden oder mich in deinen Ortsteil einladen.
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Wo und wie kann ich spenden? +
Über zwei sichere Bankverbindungen, alles unter Spenden, auch per GiroCode zum Scannen. Als parteilose Kandidatin laufen meine Spenden über Parteikonten, das ist der einzige Weg mit Steuervorteil. Der beträgt 50 Prozent bis 1.650 Euro pro Person und 3.300 Euro pro Ehepaar im Jahr. Für die Spendenquittung gibst du Name und Adresse im Verwendungszweck an.
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Was empfiehlst du deinem Nachfolger, falls du die Wahl verlierst? +
Diese Frage beantworte ich nach dem 13. September. Vorher wäre sie unehrlich, weil ich gerade jeden Tag dafür arbeite, dass sie sich nicht stellt. Was ich jetzt schon sagen kann: Was in diesen Wochen im Bürgervotum zusammenkommt, gehört den Menschen in Papenburg und nicht mir. Wer auch immer gewinnt, sollte da hineinsehen.
Website und Kontakt
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Ist die Website sicher und datenschutzkonform? +
Ja. Die Seite läuft auf europäischen Servern, setzt kein Google Analytics, kein Meta-Pixel und keine Werbenetzwerke ein. Das Bürgervotum ist DSGVO-konform, gegen Bots mit Cloudflare Turnstile geschützt und ohne Tracking. Eingereichte Beiträge werden nach dem Wahltag gelöscht, IP-Adressen nur als Hash gespeichert und nach spätestens 30 Tagen anonymisiert. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung und auf der Seite zur Barrierefreiheit.
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Wie erreiche ich dich und dein Team? +
Per E-Mail an moin@sabrinawendt.de, telefonisch unter +49-174-1802087 oder über das Kontaktformular. Schnelle Fragen zu mir und zu Papenburg beantwortet dir rund um die Uhr die Assistentin Monti direkt auf der Seite. Du findest mich außerdem auf Instagram, Facebook und LinkedIn.